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Neubau des Wallraf-Richartz-Museum, Köln


Am 19.01.2001 wurde in Köln der Neubau des Wallraf-Richartz-Museum eröffnet.

Aus dem international ausgeschriebenen Bauwettbewerb ging 1996 der Kölner Architekt Prof. Oswald Ungers als erster Preisträger hervor. Es ist wohl einer der schönsten, edelsten und exaktesten Museumsbauten unserer Zeit entstanden.

Über römischen und mittelalterlichen Resten, in Berührungsnähe zu Gürzenich und historischem Rathaus, ist auf einem asymmetrischen Grundstück eine kubisch streng gegliederte Gebäudegruppe für die Schauräume und ein rückwärtiger, an Sankt Alban (älteste Kirche Kölnīs, Ruine) angrenzender Administrationstrakt einschließlich Mehrzwecksaal (Stiftersaal) entstanden.

Zur Fertigstellung konnten wir unseren Beitrag durch Montage von 3.300 qm Lichtdecken leisten.

Die Deckenkonstruktion besteht aus lackierten Aluminium-Strangpreßprofilen im Rastermaß 960 x 960 mm; Größe der einzelnen Lichtdeckenfelder 4,80 x 4,80 m, mit umlaufenden, integrierten Lüftungsprofilen, 3 mm umlaufenden Schattenfugen und einer teilweisen Unterteilung durch Gipskartonfriese. Im Decken- und Fassadenbereich können keine Toleranzen ausgeglichen werden, da hier die Lichtdeckenfelder mit ihrer 3 mm Fuge an die Fassade bzw. Wände, und das auch noch über Eck, anstoßen. Die Leistungen sind mit höchster Präzision ausgeführt worden. Die laut DIN zulässigen, erhöhten Anforderungen an die Maß- und Winkeligkeit wären zu ungenau gewesen.

Es wurde praktisch ohne Toleranzen montiert.

Die lichten Raumhöhen betragen 5,00 - 10,00 m.
In die Profile sind 3-lagige VSG-Scheiben, d= 10,3 mm, eingelegt.

Die Glasscheiben bestehen aus:

1 Scheibe Milchüberfangglas,
1 Scheibe eisenoxydarmes Klarglas,
1 Lage PVB-Folie,
1 Scheibe eisenoxydarmes Klarglas, stufenförmig zurückgesetzt, somit unterseitig bündig mit den Profilen

Jedes Lichtdeckenfeld ist zum Deckenhohlraum umlaufend mit einer weiß lackierten, ca. 420 mm hohen Blechschürze abgeschottet. Der Anschluss zur Betondecke wurde als belüftete "Lichtfalle" ausgeführt. In jedes Lichtdeckenfeld wurden 30 dimmbare Leuchtstoffröhren á 58 W montiert. In das Mittelfeld wurde ebenfalls flächenbündig eine Stromschiene integriert.

Alle Installationen wie Lüftung, Elektro, Rauchmeldung usw. wurden in den zwischen den Lichtdeckenfeldern liegenden Gipskartonfriesen untergebracht.

Zur Ausstellung der Exponate wurde eine Bilderschiene unsichtbar in die abgehängte Deckenkonstruktion integriert. Die Konstruktion hat die zum Teil "millionenschweren" Ausstellungsstücke zu tragen.

Lassen Sie die folgenden, beeindruckenden Bilder wirken.


 
Außenansicht des Wallraf-Richartz-Museum
 
Blick nach draußen

Blick vom 3. Obergeschoss über den Rathausplatz zum Dom. Jede der drei Ausstellungsebenen hat an der Nord-Ost-Ecke ein Panoramafenster mit faszinierendem Ausblick auf die Stadtszenerie.
Da Tageslicht zu unerwünschten Überblendungseffekten führt, erhielten alle Ausstellungsräume Lichtdecken, die alle Kabinette gleichmäßig ausleuchten.

Foyer
Foyer
1. Obergeschoss, Kreuzförmiger Zentralraum

Böden aus dunkel gebeiztem Eichenparkett
freskierte Wandflächen in hellem Terrakotta-Rot mit Kunst des Mittelalters.
dimmbare Kunstlichtdecke, teilweise von glatten Gipskartonfriesen eingefasst, umlaufend Schattenfugen.

1. Obergeschoss, Kreuzförmiger Zentralraum
1. Obergeschoss, Stiftersaal

Stiftersaal mit Blick in die Kirchenruine Stankt Alban und den Gürzenich

3. Obergeschoss

freskierte Wandfläche Carrara-Grau

Kunst des 19. Jahrhunderts (Impressionisten)

 

2. Obergeschoss

freskierte Wandflächen Veronese-Grün

Kunst des 17. und 18. Jahrhundert

 

2. Obergeschoss

freskierte Wandflächen Veronese-Grün

Kunst des 17. und 18. Jahrhunderts


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